2000

JUGENDAUSTAUSCH CUBA

 

Hintergrund

 

Der TJV ist ein Verein für junge Migranten und Deutsche, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kommunikation unter den Jugendlichen zu fördern, sowie auch berufliche und soziale, sportliche und kulturelle Interessen der verschiedenen Völker zu fördern. Das gegenseitige Verständnis für die kulturellen Werte und Vorstellungen der Völker wird gefördert.

 

Der TJV will im Sommer 2000 mit ca. 30 Jugendlichen im Alter von 16 bis 23 Jahren nach Kuba reisen, um sich dort mit Gleichgesinnten zu treffen.

 

Zielsetzung der Reise ist es, den Jugendlichen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Mittels offener Gesprächsrunden soll es ihnen ermöglicht werden, ihre persönliche Position darzulegen. Dabei soll das Konfliktpotential innerhalb der Beziehung zwischen den ausländischen und deutschen Jugendlichen direkt angesprochen und aufgezeigt werden, um anschließend Lösungsstrategien für die bestehenden Probleme zu entwickeln. Prinzipiell soll eine Konfliktbewältigung angestrebt werden. Darüber hinaus sind die Gewinnung von Toleranz für das "Andere" und der Abbau von Vorurteilen wesentliche Zielsetzung dieser Reise. Mit diesem Vorhaben bezwecken wir, den Jugendlichen einen Einblick in die sozialen, politischen und kulturellen Eigenheiten von Kuba zu ermöglichen. Damit die Jugendlichen daraus Erfahrungen mitnehmen, wie sie zukünftig mittels demokratischer Formen der aktiven Teilnahme sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen können.

 

Vorrangige Themen sind unter anderem:

    •    Wie leben Jugendliche in Kuba? 

    •    Wie sieht der soziale Bereich aus? 

    •    Dialoge und Diskussionsrunden zwischen den Einzelteilnehmern 

    •    Toleranzgewinnung und Abbau von Vorurteilen durch das Kennenlernen und Erleben des "Anderen" und durch gemeinsame Erfahrungen 

 

 

Kontakt mit jugendlichen Arbeitnehmern

 

Geplant ist die Besichtigung von verschiedenen Produktionsbetrieben und Ausbildungswerkstätten. Außerdem möchten wir die medizinische Schule in La Habana besichtigen. Diese Schule ist in dieser Form einzigartig. Die Ausbildung ist kostenlos und wird deshalb von Jugendlichen aus ganz Lateinamerika genutzt. 

 

Im Anschluß an die Besichtigungen der verschiedenen Arbeits- und Ausbildungsplätze wird eine Diskussionsveranstaltung über das Schul- und Ausbildungssystem in Kuba stattfinden. Es sollen kubanische Experten zu diesem Thema befragt werden und die Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben die politischen und gesellschaftlichen Systeme ihrer Länder zu vergleichen. 

 

 

Arbeit auf Kuba 

 

Für ca. eine Woche wollen wir an einem Arbeitseinsatz auf dem Land teilnehmen, d.h. ein paar Stunden praktische Arbeit am Tag und Übernachtung in Gemeinschaftsunterkünften. Ziel dieses Vorhabens ist es, den Jugendlichen den Arbeitsalltag der Kubaner näher zu bringen, mit den Einheimischen engen Kontakt aufzunehmen um sie besser kennenzulernen.

 

 

Kultur, Freizeit und Politik auf Kuba

 

Gemeinsam mit kubanischen Jugendlichen werden wir die Möglichkeit haben nicht nur die vielfältigen kulturellen Angebote zu nutzen sondern auch in der interessanten Geschichte des Landes zu forschen und das politische System kennenzulernen.

Geplant sind folgende Aktivitäten:

 

    •    Stadtrundfahrt in La Habana

    •    Besuch des botanischen Gartens

    •    Besuch des Revolutionsmuseums

    •    Treffen mit kubanischen Kindern

    •    Besichtigung des Kinderkrankenhauses in La Habana
(Gespräch mit Frau Aleyda Guevara, der Tochter Che Guevaras, die dort Kinderärztin ist).

    •    Gespräche mit jugendlichen Abgeordneten der Nationalversammlung weitere Aktivitäten sind
in Planung 

 

 

Zeltlager

 

Die letzte Woche möchten wir mit unserem Partner, der kubanischen Jugendgruppe gemeinsam in einem Zeltlager verbringen. Wir möchten dort die gemeinsame Zeit nutzen, um viel zu diskutieren und uns auszutauschen.

 

 

Seminar

 

Am Ende der Reise soll ein Seminar stattfinden, wo wir ebenfalls mit unserer Partnergruppe die Ergebnisse der Reise auswerten möchten. Erfahrungen und Eindrücke sollen besprochen werden usw.